Hafen Uelzen, Foto: Oliver Huchthausen

Handel, Gewerbe und Wirtschaft

Welche Unternehmen und Arbeitgeber prägen die Hansestadt Uelzen? Welche Perspektiven haben diese Unternehmen am Standort? Wo verdienen Sie Ihre Brötchen? Wo und wie kaufen Sie ein? Wie sieht das Gewerbegebiet der Zukunft aus?

Warum ist das Thema wichtig?

Lokale Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber, Steuerzahler und Profilgeber einer Stadt. Je vielfältiger die Unternehmenslandschaft, desto vielfältiger sind auch die Anforderungen an den jeweiligen Standort. Unternehmen brauchen ein Umfeld, in dem sie sich bedarfs- und branchengerecht entwickeln können: Wie ist die infrastrukturelle Anbindung an Straße, Wasserstraße und Schiene? Können sich Betriebe vergrößern? Oder können sich Zulieferunternehmen ansiedeln? Diese Punkte sind Gewerbetreibenden wichtig bei der Standortwahl.

Auch stehen Unternehmen und Wirtschaft – produzierend, dienstleistend oder handelnd – mit Blick auf Klimawandel, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und Globalisierung einem erheblichen, branchenunabhängigen Transformationsdruck gegenüber.

In den vergangenen Jahrzehnten prägte der Einzelhandel wesentlich das Erscheinungsbild einer Innenstadt – ist Einkaufen doch oft Anlass, in das Herz der Stadt zu kommen. Das Konsumverhalten hat sich indes verändert. Viele Menschen kaufen online ein, vor allem in der Corona-Pandemie. Dies wird auch das Bild der Uelzener Innenstadt verändern – und bestenfalls Möglichkeiten eröffnen, die Innenstadt neu zu entdecken, zu erfinden und zu beleben.

Ausgewählte Leitfragen im Stadtentwicklungskonzept
  • Welche Bedeutung haben Unternehmen – produzierend, dienstleistend oder handelnd – für die Hansestadt Uelzen und welche Rahmenbedingungen benötigen sie, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein?
  • Welche Chancen oder Risiken liegen in der Erweiterung des Hafens sowie dem Ausbau der A 39 und ihrem Anschluss an Uelzen?
  • Wie können Stadt, Landkreis, Metropolregion und das Land Niedersachsen zusammenarbeiten, um den Wirtschaftsstandort Uelzen weiterzuentwickeln?
  • Wie können bestehende Handels- und Dienstleistungsangebote in der Innenstadt gestärkt und neue geschaffen werden?
Analysen

Analysekarten

Daten und Fakten

  • In den letzten 10 Jahren ist die Anzahl der Beschäftigten um 14 % auf über 17.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote von 3,7 % (2020) ist sehr gering. Ca. 21 % sind im produzierenden Gewerbe beschäftigt, die große Mehrheit von 78 % im Dienstleistungssektor.
  • So ist Uelzen ein zentraler Wirtschaftsstandort für die ganze Region: Es gibt deutlich mehr Ein- als Auspendler*innen (Saldo + 4.500 Pendler*innen).
  • Die Kaufkraft pro Einwohner*in liegt unter dem deutschen und niedersächsischen Durchschnitt (21.100 €/Einwohner*in). In den zentralen Lagen der Innenstadt stehen etwas mehr als 10 % der Ladenflächen leer.

Besonderheiten

  • Uelzens Wirtschaft sticht durch den Ernährungs- und Gesundheitsbereich mit vielen Beschäftigten heraus.
  • Mit dem Hafen Uelzen verfügt das dortige Gewerbegebiet sowohl über einen Anschluss an das Wasserstraßennetz (Elbe-Seitenkanal) als auch über einen Gleisanschluss. Jährlich werden dort ca. 400.000 Tonnen Güter umgeschlagen.
Entwicklungsziele
  • Wir verstehen Uelzen als stabilen und vielseitigen Wirtschaftsstandort und gestalten die Branchen- und Standortpotentiale proaktiv, energetisch optimiert und ressourcenschonend.
  • Wir fördern eine an Wertschöpfungsketten orientierte Ansiedlung sowie die Etablierung zukunftsweisender Branchen und Unternehmen.
  • Wir stärken die Mobilisierung und Qualifizierung von Fachkräften durch gezielten Aufbau von Bildungsübergängen und Kooperationsstrukturen mit Partner:innen aus Bildung und Wirtschaft.
  • Wir stabilisieren Handel und Gewerbe durch ein mehrdimensionales Verständnis und Management der Innenstadt sowie gezielte Investitionen in Aufenthalts- und Erlebnisqualität.
  • Wir nutzen die endogenen Kräfte der Stadt für die Profilbildung und Positionierung des Handels- und Wirtschaftsstandortes
Handlungsansätze
  • Wirtschaft nachhaltig und zukunftsweisend positionieren
  • Als Wohn- und Arbeitsplatzstandort punkten
  • Fachkräfte mobilisieren
  • Digital aufstellen
  • Innenstadt stärken

Die Dokumentationen aus den Arbeitsgruppensitzungen mit weiteren Analysen und Zwischenergebnissen können Sie hier herunterladen.