Kinder und Jugendliche sammeln Ideen für die Zukunft

Wie soll sich die Hansestadt entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich Uelzener Kinder und Jugendliche. Rund 40 Grundschülerinnen und -schüler aus dem Stadtgebiet trafen sich am vergangenen Wochenende zu einem Workshop in der Turnhalle der Lucas-Backmeister-Schule. Teenager berieten im Rathaus über die Stadt der Zukunft. „Weniger Autos und mehr Bäume in der Innenstadt, und sauber solle sie sein“ – diese Aspekte nannten die jungen Menschen am häufigsten.

Die Turnhalle wurde in eine große Planungslandschaft verwandelt: Auf Stadtkarten bauten die Grundschulkinder kleine und größere Modelle, die Plätze in Uelzen aus Sicht der 6- bis 11-Jährigen schöner machen. In kleinen Gruppen sprudelten Ideen, um Skateparks, Spielplätze und Wasserlandschaften bis hin zu Industriegebieten neu zu gestalten. Auch organisatorische Hinweise wurden formuliert: „Das sind immer zu viele Baustellen auf einmal. Besser wäre, erstmal eine fertig zu bauen und dann die nächste anzufangen.“

Zeitgleich tauschten sich Schülerinnen und Schüler vom Herzog-Ernst-Gymnasium darüber aus, wie die Stadt als Raum für vielfältige Alltagsaufgaben, Personengruppen und Bedürfnisse funktionieren muss. „Zum Einsatz kam ein Online-Beteiligungstool, das vom Smartphone aus zu bedienen war“, erklärt Christian Helms, Stadtjugendpfleger der Hansestadt. Ein wichtiges Anliegen der Jugendlichen ist eine gute und vor allem sichere Infrastruktur für den Radverkehr.

Beide Workshops sind Teil eines breit angelegten Kommunikations- und Dialogprozesses für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das die Hansestadt Uelzen aufstellt und vom Büro Complan Kommunalberatung aus Bielefeld begleitet wird. „Es ist mir wichtig, Kinder und Jugendliche in Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dies möchten wir künftig noch verstärken“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt, der in den Veranstaltungen für Fragen bereitstand und die Arbeit der jungen Planenden lobte.

Die gebastelten Modelle werden nun am 11. Juni, von 11 bis 15 Uhr, in der 2. Hansewerkstatt auf dem Herzogenplatz in Uelzen ausgestellt und von den Kindern selbst präsentiert. „Ziel der Hansestadt ist es, bis Ende 2022 ein politisch beschlussfähiges ISEK Uelzen vorzulegen – für eine lebenswerte, moderne und attraktive Hansestadt, die allen Generationen gerecht wird“, berichtet Wolf Wunderling, Projektverantwortlicher der Hansestadt.